Prozess um Angriff auf jüdisches Restaurant in Chemnitz findet später statt

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
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Der für die kommende Woche geplante Prozess um den Angriff auf das jüdische Restaurant „Schalom“ in Chemnitz wird verschoben. Der Termin für den Verhandlungsbeginn am Montag wurde aufgehoben, weil die Generalstaatsanwaltschaft kurzfristig weitere Beweismittel vorlegte, wie das Amtsgericht Chemnitz am Dienstag mitteilte. Der Verteidigung solle nun zunächst Akteneinsicht gewährt werden. Ein neuer Termin wurde noch nicht festgelegt.

Ein inzwischen 30-jähriger Deutscher ist wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall und Sachbeschädigung angeklagt. Er soll im August 2018 aus einer Gruppe von mindestens zehn Menschen heraus Pflastersteine gegen das Restaurant geworfen haben.

Der Wirt wurde von einem Stein getroffen und verletzt. Am Gebäude entstand Sachschaden. Nach dem Angriff berichtete der Wirt, dass antisemitische Parolen gerufen worden seien.

Die Tat stand im Zusammenhang mit den Ausschreitungen nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Manns am Rande des Stadtfests in Chemnitz. Danach waren innerhalb kürzester Zeit über soziale Medien bundesweit Rechtsextreme mobilisiert worden. Der Angriff auf das jüdische Restaurant sorgte für Erschütterung.

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