Umfrage: CO2-Preis hat bei zwei Drittel der Deutschen noch keinen Einfluss auf Heizverhalten

Heizung - Bild: travelarium via Twenty20
Heizung - Bild: travelarium via Twenty20

Trotz des seit Januar 2021 gültigen CO2-Preises von 25 Euro pro ausgestoßener Tonne CO2 haben zwei Drittel der Verbraucher ihr Heizverhalten bislang nicht geändert. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Energiedienstleisters Ista, die AFP am Dienstag vorlag. Zwar waren sich laut Umfrage 74 Prozent der Befragten des erhöhten CO2-Preises bewusst. 66 Prozent gaben jedoch an, ihr Heizverhalten nicht angepasst zu haben.

Zurückführen ließe sich dies laut Ista auch auf ein fehlendes Wissen über den eigenen Energieverbrauch. Rund ein Drittel der Deutschen wünscht sich laut Umfrage deshalb eine regelmäßigere Verbraucherinformation, die sie beim Energiesparen unterstützen würde. Ein Viertel forderte außerdem, regelmäßig über Kosten informiert zu werden.

„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, damit der CO2-Preis seine volle Wirkung entfaltet, muss er sichtbar werden“, erklärte Ista-Geschäftsführer Hagen Lessing. Aktuell erhalten Mieter in einem Mehrfamilienhaus in Deutschland einmal jährlich eine Heizkostenabrechnung. Ab dem 1. Januar 2022 sollen Mieter nach dem Willen der Europäischen Union mindestens einmal monatlich eine Verbrauchsinformation erhalten. Diese Richtlinie muss jedoch in nationales Recht umgesetzt werden.

An der Online-Befragung nahmen rund 2000 Menschen teil. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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