Die Temperaturen steigen, Ostern liegt hinter uns – und viele Gartenbesitzer zieht es mit Rechen und Rasenmäher nach draußen. Doch beim Frühjahrsstart im Garten passieren regelmäßig dieselben Fehler. Rasenpflegeexperten erklären, worauf es jetzt wirklich ankommt.
Vertikutieren zu früh – ein verbreiteter Irrtum
Wer im Frühjahr sofort zum Vertikutierer greift, meint es gut – schadet dem Rasen aber oft mehr als er nützt. Das Gerät beschädigt auch die Graswurzeln, die nach dem Winter besonders empfindlich sind. „Das führt dazu, dass das Wachstum des Rasens gehemmt wird und Moos noch bessere Bedingungen erhält“, erklärt Samyil Özer, Rasenpflegespezialist von „Greenkeepr“. Schäden an der Grasnarbe ließen sich im Nachhinein nur schwer beheben.
Düngen erst ab acht Grad Bodentemperatur
Auch bei der Düngung wird häufig zu früh oder mit dem falschen Mittel gearbeitet. Der Rasen kann Nährstoffe erst dann aufnehmen, wenn die Bodentemperatur mindestens acht Grad Celsius beträgt. Wer zu früh düngt, verschwendet Ressourcen – und riskiert, das Bodenleben zu belasten. Experten empfehlen drei bis vier Düngungen pro Jahr, wobei die erste besonders nährstoffreich ausfallen sollte.
Tipps für den perfekten Frühjahrsrasen
Rasenpflegeexperten empfehlen folgende Grundregeln für einen gelungenen Start in die Gartensaison:
Zunächst sollte der Rasen von Laub, Ästen und abgestorbenem Gras befreit werden – das verbessert die Belüftung und reduziert Moos- und Krankheitsrisiken. Sobald der Boden ausreichend warm ist, folgt die erste Düngung. Kahle und stark beanspruchte Stellen sollten früh in der Saison nachgesät werden, damit sich das Gras vor dem Sommer etablieren kann. Moos lässt sich am wirksamsten durch regelmäßige Pflege und Düngung eindämmen – ein kräftiger, dichter Rasen verdrängt es auf natürlichem Weg.
Beim ersten Mähen gilt: erst starten, wenn der Rasen wirklich wächst, und maximal ein Drittel der Halmlänge abschneiden. Wichtig ist außerdem, dass die Klingen des Mähers scharf sind – stumpfe Messer reißen das Gras aus statt es zu schneiden, was Krankheiten begünstigt.



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