Deutsche Christen wegen Massenpanik in spanischer U-Bahn vor Gericht

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
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Sieben Deutsche müssen sich seit Montag in Spanien wegen Auslösung einer Massenpanik in einer U-Bahn vor Gericht verantworten. Den evangelikalen Christen wird vorgeworfen, durch ihre Predigt in einer vollen U-Bahn in Valencia eine Panik provoziert zu haben, bei der mehrere Menschen verletzt wurden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Zeugen erklärten laut der Zeitung „Las Provincias“ vor Gericht, sie hätten das Auftreten der Männer für einen Anschlag gehalten.

Den Deutschen zwischen 19 und 42 Jahren wird Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen. Sie hatten die U-Bahn in Valencia im August 2018 mit einem großen roten Kreuz und mehreren Koffern betreten. Einer der Männer trug eine Weste mit arabischem Schriftzug. Die Angeklagten sollen sich mit einem Megafon an die Menschen im Zug gewandt und unter anderem gerufen haben: „Wir haben eine Botschaft für euch. Diese Metro ist voller Sünde, Drogen und Hurerei“ und „Habt keine Angst, fürchtet nur die Sünde“. 

Als die panischen Reisenden aus der U-Bahn drängten, wurden mehrere Menschen verletzt. Die Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft für jeden der Angeklagten. Die Beschuldigten plädierten laut der Zeitung „Las Provincias“ hingegen auf nicht schuldig.

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AFP/Redaktion
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