Nürnberger: Danke für Euren Egoismus! Böllerverbot und Ausgangssperre einfach ignoriert

Feuerwerkskörper
Feuerwerkskörper

NÜRNBERG. Am 30. Dezember hatte die Nürnberger Stadtverwaltung beschlossen, dass das Abbrennen und Mitführen von Feuerwerk in der Silvesternacht grundsätzlich verboten ist. Anlass dieser Entscheidung war unter anderem, die bereits stark belasteten Krankenhäuser in Nürnberg zu entlasten und zu schützen. Dieses Verbot empfanden einige Nürnberger scheinbar nur als reine Empfehlung.

Auch die in der Silvesternacht gültige nächtliche Ausgangssperre wurde von einigen heiter ignoriert. Leider fuhr aber auch die Nürnberger Polizei mehrfach einfach munter an den Egoisten vorbei, statt ihnen die Regeln zu erläutern und ihnen Einhalt zu gebieten.

Über 118 Rettungsdienst- und 13 Feuerwehreinsätze hätten verhindert werden können, wenn ihr Euch an die einfachen Regeln gehalten hättet. Die Regeln wurden erlassen, um die ohnehin stark belasteten Nürnberger Krankenhäuser zu schützen. So wurden sie aber erneut zusätzlich belastet. Liebe Egoisten: Danke für die gezeigte Unvernunft und noch volleren Krankenhäuser.

Hier mehr lesen: Silvesternacht in Nürnberg: Polizei zieht „positive Bilanz“ trotz zahlreicher Beschwerden und Einsätze

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10 Kommentare

  1. Die Maßnahmen wurden lediglich für die Kläger aufgehoben. Im Eilverfahren. Überwachungsstaat sind echt anders aus. Wir wünschen dir, dass du gesund bleibst und bitte nicht maulen, wenn du krank wirst und die Krankenhäuser voll sind.

  2. Anonym Leser:in

    Nein, es ist keine Bürgerpflicht, sich an überschießende Maßnahmen zu halten, die von Gerichten in der Region gekippt wurden. Eher ist hier Widerstand angesagt.
    Wenn Ihr in einem Überwachungstaat leben wollte, dann gründet eine Zeitung in Nordkorea.
    Weiterhin danke für gar nichts.

  3. @Michael Scholz: Es handelt sich um einen Kommentar. Ein Kommentar zeichnet sich durch eine kritische Auseinandersetzung mit einem Thema aus. Demnach ist die Kritik gegenüber den Egoisten bei 118 zusätzlichen Rettungsdienst- und 13 Feuerwehreinsätzen durchaus gerechtfertigt, denn diese hätten verhindert werden können. Die Nürnberger Krankenhäuser sind eh ohnehin an ihrer Belastungsgrenze. Die Regeln wurde erlassen, um akute (Corona)-Patienten zu schützen – nicht um Egoisten behandeln zu müssen, die leichtfertig mit ihrem Leben umgehen.

  4. @Anonymous: Ganz im Gegenteil: Bürgerpflicht ist es nicht dafür zu sorgen, dass überlastete Krankenhäuser noch voller werden. Und über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen kann ruhig diskutiert werden, jedoch war es zwingend notwendig, die Anzahl der Verletzten in der Silvesternacht auf ein Minimum zu reduzieren. So waren auch die Maßnahmen der Stadtverwaltung verständlich, wenn auch eine bittere Pille. Dennoch: Wer sich an die Ausgangssperre gehalten hat, hat dazu beigetragen, dass schlimmeres verhindert wurde. Aber schön, wenn du dich angesprochen fühlst. Unser Artikel spricht lediglich die „einzelnen“ Egoisten an. Gehörst du dazu? Und die Presse hat ebenfalls die Aufgabe Kritik zu üben. Wenn die Polizei ihrer Aufgabe nicht nachkommt, dann ist dies ein Punkt der kritisiert werden darf.

  5. Anonym Leser:in

    Danke, Redaktion, dass Ihr unverhältnismäßige Einschränkungen als gegeben hinnehmt und es quasi als Bürgerpflicht hinstellt, sich daran zu halten. Danke, dass Ihr dabei die Polizei, die deeskalierend wirkt auch gleich noch mit anschwärzt. Danke für gar nichts Redaktion!

  6. Alltagsbetrachter Leser:in

    Der Grossteil dieser „Egoisten“ hat gelernt, dass ihnen ausser „du du du“ gar nichts passiert und handelt dementsprechend. Wen das jetzt noch wundert, der verschliesst absichtlich die Augen vor der Realität, warum auch immer.

  7. Michael Scholz Leser:in

    Ich wünsche allen Nürnberger, die sich dem Diktat widersetzen, ein gutes neues Jahr und dem Autor des Artikels bessere Umgangsformen und mehr Durchblick….

  8. Dieser Kommentar entspricht nur bedingt der Wahrheit. Das Verbot wurde lediglich für die Kläger und NICHT für die Allgemeinheit aufgehoben.

  9. Anonym Leser:in

    Ansbach hat das Verbot auf privaten Plätzen gekippt. Und den Widerstand gegen unser korrupten Regime kann ich sehr gut nachvollziehen.

  10. Nürnberger Leser:in

    Ist es verwunderlich, dass Leute sich an kein Feuerwerkverbot halten wenn sie sich auch sonst im Alltag an nichts halten und das keinerlei(!) Konsequenzen hat?

Kommentare sind deaktiviert.