Germanwings-Absturz: Schmerzensgeld-Prozess startet

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit

Rund fünf Jahre nach dem Absturz einer „Germanwings“-Maschine in den französischen Alpen beginnt am Landgericht Essen an diesem Mittwoch der erste Schmerzensgeld-Prozess gegen die Lufthansa. Verhandelt werden die Klagen von Angehöriger getöteter Passagiere.

Ihre Klagen richten sich an die Lufthansa AG sowie gegen die Lufthansa Flugschule in den USA. Dort soll der offenbar an Depression leidende Co-Pilot ausgebildet worden sein. Er soll das Flugzeug am 24. März 2015 absichtlich gegen einen Berg in den französischen Alpen gesteuert haben. Alle 150 Insassen starben.

Die Kläger werfen der Flugschule und der Lufthansa Versäumnisse vor und fordern höhere Schmerzensgeldzahlungen als von der Lufthansa bereits geleistet. Laut Gericht könnte die medizinische Überwachungspflicht auch eine staatliche Aufgabe gewesen sein. In diesem Fall müssten die Angehörigen gegen den Staat klagen.

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