Internationaler Drogenring: Flugzeuge, Hubschrauber und Millionensummen beschlagnahmt

Symbolbild: Polizei
Symbolbild: Polizei

Hubschrauber, Flugzeuge und Millionensummen hat die brasilianische Bundespolizei bei der Zerschlagung eines internationalen Drogenrings beschlagnahmt. Bei den Razzien gegen vier kooperierende Drogenbanden in 13 brasilianischen Bundesstaaten seien außerdem 50 Verdächtige festgenommen worden, teilten die Ermittler am Dienstag mit. Die Festgenommenen sollen am Schmuggel von Kokain durch Brasilien bis nach Europa beteiligt gewesen sein. Bei den Razzien waren mehr als 600 Beamte im Einsatz.

Im Zuge des Großeinsatzes wurden Vermögenswerte im Umfang von 100 Millionen Real (15,3 Millionen Euro) eingefroren, wie die Ermittler mitteilten. Außerdem seien sieben Flugzeuge, fünf Hubschrauber, 42 Lastwagen und 35 Grundstücke beschlagnahmt worden.

Die Fahrzeuge sollen genutzt worden sein, um tonnenweise Kokain durch Brasilien und nach Europa zu schmuggeln. Vier miteinander in Verbindung stehende Drogenbanden organisierten demnach den Drogenschmuggel über die paraguayisch-brasilianische Grenze sowie den Verkauf des Rauschgifts nach Europa und in den afrikanischen Inselstaat Kap Verde.

Auch hätten die Banden die Logistik und Transportmöglichkeiten für den illegalen Drogenhandel innerhalb Brasiliens sowie nach Europa zur Verfügung gestellt, führte die Bundespolizei aus. Sie legt den Gangs zudem zur Last, die Einnahmen aus den illegalen Drogengeschäften gewaschen zu haben. Die Banden sollen den Drogenhandel auch während der Ausgangs- und Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausgesetzt haben.

Die Ermittlungen gegen den Drogenring hatten 2018 in Zusammenarbeit mit der britischen Verbrechensbekämpfungsbehörde NCA begonnen. Vor den Razzien am Dienstag waren bereits zwölf Menschen festgenommen und mehr als elf Tonnen Kokain sichergestellt worden.

Anzeige



Anzeige

Avatar-Foto
Über Redaktion des Nürnberger Blatt 44519 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt