TUI-Chef setzt auf baldige Normalisierung des Geschäfts durch Corona-Impfstoff

TUI-Flugzeug - Bild: Mopje18 / CC BY-SA
TUI-Flugzeug - Bild: Mopje18 / CC BY-SA

Der Chef des durch die Corona-Pandemie schwer angeschlagenen Reiseanbieters TUI, Friedrich Joussen, rechnet mit einer baldigen Normalisierung des Geschäfts durch einen Impfstoff. „Wenn die Impfung wirklich erfolgreich ist und ausreichend Dosen zur Verfügung stehen, wird vieles wieder zur Normalität zurückkehren: Kultur, Sport und auch das Reisen“, sagte Joussen gegenüber dem „Spiegel“ laut Vorabmeldung vom Freitag.

„Aber die Impfungen werden dauern“, sagte der TUI-Chef. Deshalb sei es wichtig, dass bald Schnelltests in ausreichender Zahl zur Verfügung stünden. 

2021 werde für TUI ein Übergangsjahr sein, für 2022 gehe das Unternehmen von einer Nachfrage auf Vorkrisenniveau aus, führte Joussen aus. Bis dahin schließt er weitere Staatshilfen für den von der Corona-Krise schwer getroffenen Touristikkonzern nicht aus. „Im Moment können und dürfen wir keine Option ausschließen, auch nicht, dass wir zusätzliche Kredite benötigen. Genauso wenig können wir ausschließen, dass wir zu einem geeigneten Zeitpunkt neues Eigenkapital aufnehmen oder Teile des Unternehmens veräußern.“

Es gebe Vermögenswerte, an denen Investoren durchaus interessiert seien, etwa Hotelanlagen und Grundstücke. „Wir könnten einen Teil davon in Immobilienfonds einbringen, so stille Reserven heben und als TUI trotzdem die Kontrolle über Produkt, Marke und Vertrieb behalten. Im Moment herrscht ja enormer Anlagedruck.“ Eines sei für ihn allerdings klar: „Notverkäufe, die wir kurze Zeit später bereuen, machen wir nicht.“

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