Barrikaden in Hambacher Forst verzögerten offenbar Versorgung von Brandopfer

Symbolbild: Rettungsdienst
Symbolbild: Rettungsdienst

Bei einem Baumhausbrand im Hambacher Forst am Dienstag haben Barrikaden offenbar die notärztliche Versorgung eines verletzten Manns verzögert. Wegen Straßensperrungen, Erdlöchern und mit Folien bedeckten Gruben hätten die Rettungskräfte fünf bis zehn Minuten länger bis zum Unglücksort gebraucht, erklärte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags. Demnach musste der Einsatz unter Polizeischutz stattfinden, weil sich die Besetzer „nicht besonders kooperativ“ zeigten.

Entgegen erster Meldungen habe sich das brennende Haus nicht in vier, sondern in 15 Metern Höhe befunden, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwert habe. Brandursache sei nach bisherigen Erkenntnissen ein im Baumhaus installierter Ofen gewesen. „Wir hatten genau vor so etwas gewarnt“, sagte Reul. Der verletzte Aktivist habe Verbrennungen zweiten und dritten Grades an Kopf und Rücken davongetragen, schwebe aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Der Hambacher Forst gilt als Brennpunkt und Symbol des Protests von Klimaschutzaktivisten gegen die Kohlewirtschaft. Das Waldgebiet soll inzwischen nicht mehr gerodet, sondern erhalten werden.

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AFP/Redaktion
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