Linken-Vorsitzanwärterin Wissler sieht Systemwechsel als Antwort auf Corona-Krise

Janine Wissler - Bild: Gerd Seidel/CC BY-SA 3.0
Janine Wissler - Bild: Gerd Seidel/CC BY-SA 3.0

Für die Linken-Vorsitzanwärterin Janine Wissler verdeutlichen die Corona-Pandemie und andere aktuelle Probleme wie Armut und Rassismus die Notwendigkeit eines Systemwechsels. „Es geht ums Ganze – es geht nicht um ein größeres Stück vom Kuchen innerhalb des kapitalistischen Systems, sondern es geht um die Bäckerei“, sagte Wissler am Mittwoch beim digitalen politischen Aschermittwoch der bayerischen Linken in Passau. Es sei eine zentrale Lehre aus der Krise, dass die „Gesellschaft anders organisiert werden muss“.

Es heiße immer, dass die seit einem Jahr andauernde Pandemie alle treffe, ergänzte die stellvertretende Bundeschefin dort weiter. Dies sei zwar generell richtig, aber sie treffe eben nicht alle gleich. „In dieser Krise zeigen sich die sozialen Unterschiede sehr deutlich, zeigt sich die Klassengesellschaft sehr deutlich.“ Menschen mit niedrigem Einkommen fielen durch Kurzarbeitergeld etwa zurück auf „einen Armutslohn, der kaum für die Miete reicht“.

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