Nigeria erlässt Haftbefehl gegen Exxonmobil-Chef Laing

Symbolbild: Gasflamme
Symbolbild: Gasflamme

Die Behörden in Nigeria haben einen Haftbefehl gegen den Chef des nigerianischen Zweigs des Mineralölkonzerns Exxonmobil erlassen. Ein Gericht habe dem Antrag auf einen Haftbefehl gegen Richard Laing wegen Betrugsvorwürfen stattgegeben, teilte die nigerianische Kommission zur Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität (EFFC) am späten Mittwochabend mit. Laing sei bereits drei Mal zu einer Befragung vorgeladen worden.

Bei den Vorwürfen gegen Laing gehe es um mutmaßlichen Betrug bei der Auftragsvergabe für das Projekt Major Integrity Pipelines von Exxonmobil, das die Aufrüstung seiner Anlagen an Land und vor der Küste vorsieht. Exxonmobil habe dabei Verträge mit seiner Tochterfirma Mobile Producing Nigeria sowie den Firmen Suffolk Petroleum, Saipem Contracting, Global Offshore und Van Ord geschlossen. 

Es bestehe der Verdacht, dass es „betrügerische Änderungsanweisungen in Höhe von mehr als 213 Millionen Dollar (177 Millionen Euro)“ gegeben habe, erklärte EFFC. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP, inwiefern sich die Ermittlungen gegen Laing persönlich richten, sagte Kommissionssprecher Wilson Uwujaren: „Die Ermittlungen betreffen das Unternehmen, und er ist das Gesicht des Unternehmens.“

Ein Sprecher von Exxonmobil wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Laing ist seit August 2020 Chef des nigerianischen Zweigs des Öl-Riesen. 

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