DGB mahnt zum Tag der Arbeit Solidarität in der Corona-Pandemie an

Reiner Hoffmann - Bild: DGB/Detlef Eden
Reiner Hoffmann - Bild: DGB/Detlef Eden

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat zum Tag der Arbeit gerade  angesichts der Herausforderungen in der Corona-Pandemie zur Solidarität in der Gesellschaft aufgerufen. „In den vergangenen Monaten haben Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte dafür gekämpft, dass soziale Härten abgefedert und viele Jobs gesichert wurden“, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann laut Gewerkschaftsangaben am Samstag bei einer zentralen DGB-Kundgebung in Hamburg.

Die Gewerkschaften hätten sich erfolgreich für mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz eingesetzt und dafür gesorgt, dass verbindliche Regeln fürs Homeoffice gelten, sagte Hoffmann weiter. Auch die Unterstützung für Familien sei verbessert und das Kurzarbeitergeld auf Druck der Gewerkschaften verlängert und erhöht worden.

Für die Zeit nach der Pandemie forderte Hoffmann erhebliche Investitionen. Zukunftsgestaltung bedeute eben nicht, eisern zu sparen, sondern zu investieren und nochmals zu investieren, zeigte sich der Gewerkschaftschef überzeugt. „Nur dann werden wir Arbeitsplätze für morgen sichern, für eine leistungsfähige Infrastruktur sorgen und verhindern, dass ganze Branchen und Regionen den Bach runter gehen.“

Auch bei den Kosten der Krise sei Solidarität das oberste Gebot: „Wir lassen nicht zu, dass Arbeitgeber die Pandemie als Vorwand für Jobabbau, Betriebsverlagerungen und Lohn-Dumping missbrauchen.“ Die Krise dürfe auch nicht als Ausrede für fehlende Investitionen genutzt werden. „Jeder Euro, der jetzt nicht ausgegeben wird, belastet die nachfolgenden Generationen doppelt und dreifach“, mahnte Hoffmann.

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