Sea-Watch-Schiff mit 455 Flüchtlingen darf Hafen auf Sizilien anlaufen

Sea Watch 4 - Bild: sea-watch.org
Sea Watch 4 - Bild: sea-watch.org

Ein Rettungsschiff der deutschen Organisation Sea-Watch mit 455 Flüchtlingen an Bord darf alle Insassen in einem Hafen auf Sizilien an Land bringen. Die italienischen Behörden hätten der „Sea-Watch 4“ den Hafen von Trapani zugewiesen, wohin das Schiff nun unterwegs sei, teilte die Besatzung am Montag über den Onlinedienst Twitter mit.

„Unsere Gäste sind sehr erleichtert und unglaublich glücklich, dass sie bald an einem sicheren Ort an Land gehen dürfen!“ fügte die Crew der privaten deutschen Hilfsorganisation hinzu. Die „Sea-Watch 4“ hatte Ende vergangener Woche die 455 Flüchtlinge bei sechs Einsätzen von überfüllten Booten im Mittelmeer aufgenommen.

Vor dem grünen Licht aus Italien hatte Sea-Watch einen dringenden Appell an die EU-Regierungen lanciert, den Landgang der Flüchtlinge zuzulassen. Es handele sich dabei „nicht um einen Gefallen, Menschenrechte sind keine Wohltätigkeitsveranstaltung“, sagte ein Sprecher der Schiffsbesatzung. Am Wochenende hatte bereits das Schiff „Ocean Viking“ der europäischen Organisation SOS Méditerranée 236 Flüchtlinge im Hafen von Augusta auf Sizilien an Land gebracht.

Nach offiziellen Zahlen waren im vergangenen Jahr mehr als 1200 Menschen bei dem Versuch gestorben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

Anzeige

Anzeige

AFP/Redaktion
Über AFP/Redaktion 25465 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Jeder Kommentar ist willkommen. Bitte beachte: Um die missbräuchliche Nutzung der Kommentarfunktion (Hassrede, Hetze, Spam, Links u. Ä.) zu verhindern, musst du deinen Klarnamen (bestehend aus Vor- und Nachname) und deine E-Mail-Adresse (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht) angeben. Sobald dein Kommentar geprüft wurde und dieser nicht gegen die Netiquette verstößt, wird er durch die Redaktion freigeschalten und veröffentlicht.