Wie kann ich mich vor Glücksspielbetrug schützen?

Glücksspielbetrug - das musst du wissen - Bild: Jcomp - Freepik.com
Glücksspielbetrug - das musst du wissen - Bild: Jcomp - Freepik.com

Das Spielen in Online-Casinos wird zunehmend beliebter. Besonders während der Corona-Pandemie hat das Spielen in den Online-Casinos nochmals zugenommen. Schließlich haben die Lockdowns dazu geführt, dass nicht nur deutschlandweit Spielhallen ihre Türen schließen mussten. Als Alternative blieb da vielen Spielern nur das Vergnügen im Internet.

Doch das hat Betrüger mehr und mehr auf den Plan gebracht. Denn nicht nur legale Online-Casinos haben sich über den steigenden Zuwachs gefreut. Illegale Casinos, die betrügerisch agieren, waren ebenfalls erfreut. Das Risiko für Glücksspielbetrug ist seitdem gestiegen, weswegen es umso wichtiger ist, dass sich Spieler schützen. Niemand möchte schließlich abgezockt werden.

Vor allem der Kreditkartenbetrug ist zum Problem geworden, das nicht nur im Bereich des Online-Glücksspiels vorkommt. Im E-Commerce nimmt dieser Betrug zu und mittlerweile sind große multinationale Unternehmen betroffen sowie kleine Shops in Nischenmärkten. Sich online zu schützen, ist essenziell, und nicht nur beim Online-Glücksspiel.

Was ist Online-Glücksspielbetrug?

Betrug im Internet ist ein großes Problem für Händler und für die Kunden der verschiedenen Plattformen. Von Online-Abzocke hört man schließlich immer wieder und es ist in der Tat so, dass Internetbetrug zunimmt. Dabei ist dieses Phänomen nicht neu, denn Betrug im Internet gibt es quasi seitdem das Internet im kommerziellen Sinn existiert.

Phishing, Scam, Abofallen, Identitätsdiebstahl

Phishing, Scam, Abofallen, Identitätsdiebstahl, Informationsdiebstahl oder Eingehungsbetrug sind die bekanntesten Betrugsmaschen im Internet. Dabei ist das Phishing wohl eine der ältesten Methoden. Das Abgreifen von Bankdaten und anderen Daten durch gefälschte E-Mails gibt es lange. Tatsächlich ist Phishing eine Betrugsmasche, die Betrüger zu Zeiten begangen haben, in der es hauptsächlich telefonische Kommunikation gab.

In Bezug auf Online-Glücksspiel liest man manchmal von dem einen oder anderen Fake-Casino, von Mr-Green-Betrug oder Skrill-Betrugsfälle. Vor allem geht es beim Online-Glücksspielbetrug um Identitätsdiebstahl und Kartenbetrug. Dieses Problem ist für die Casinoanbieter genauso ärgerlich, wie für alle legal agierenden Spieler und unbeteiligte Betrugsopfer. Ein sicheres Online-Casino versucht daher stets, Maßnahmen zu ergreifen, damit Betrüger keine Chance haben. Schließlich wirkt sich der Betrug beim Online-Glücksspiel auf alle aus.

Gewinne für die legitimen Spieler können geschmälert werden und Casinos verlieren ihre Reputation. Liest man beispielsweise schlechte Erfahrungsberichte von Spielern auf Onlinecasino Deutschland, ist es für die jeweiligen Casinos schwer, sich noch einen guten Namen in der Branche zu wahren. Häufige Betrugsfälle führen in Casinos dazu, dass Spielerkonten schneller geschlossen werden.

Was sind die häufigsten Arten von Online-Glücksspielbetrug?

Möchte man sich vor Glücksspielbetrug im Internet schützen, ist es wichtig, wenn man weiß, welche Arten es überhaupt gibt. Man kann als passionierter Pokerspieler einfach einen persönlichen Poker-Dealer mieten, um Betrug aus dem Weg zu gehen. Aber das Spielen im Online-Casino bringt weitaus mehr Vergnügen. Daher ist es gut zu wissen, welche Betrugsarten es gibt und wie sich Onlinehändler und Kunden davor schützen können. Zu den gängigsten Betrugsarten auf Glücksspielseiten zählen:

  • Betrug mit mehreren Konten, wozu Gnoming, Chip-Dumping und Bonusmissbrauch zählen
  • Kreditkartenbetrug
  • Rückbuchungsbetrug

Betrug mit mehreren Konten

Der Betrug mit mehreren Konten ist ein großes Problem für Casinos. Bei dieser Betrugsmasche legen sich Spieler in einem Casino mehrere Konten an. Dafür nutzen sie verschiedene Endgeräte, unterschiedliche IP-Adressen und den Zugang über VPN, um zu verschleiern, dass sie mehrere Konten besitzen. Schließlich ist das in den Casinos verboten. Problematisch ist dies für andere Spieler, wenn man beispielsweise an Poker denkt. Sitzt jemand mit am Tisch, der gleichzeitig über seine vielen Konten spielt, steigert er seine Gewinnchancen.

Zum Betrug mit mehreren Konten zählen diese Formen:

  • Gnoming
  • Chip-Dumping
  • Bonusmissbrauch

Gnoming

Gnoming ist eine bekannte Art des Casino-Betrugs mit mehreren Konten. Bei dieser Form legen die Spieler extra mehrere Konten an, damit sie maximale Einsatzlimits umgehen können. Schließlich haben sie die Möglichkeit, mit mehreren Konten das Maximum auszuspielen.

Auf diese Weise werden wie im oben genannten Beispiel beim Pokerspielen mehrere Hände gespielt, um bessere Gewinnchancen zu haben, Einsatzlimits zu erhöhen und Jackpots in die Höhe zu treiben. Die Betrüger setzen häufig gezielt Konten ein, um zu verlieren. So wittern andere Spieler Gewinnchancen. Das Gnoming ist eine Betrugsart von Spielern, um andere Spieler und die Casinos zu betrügen.

Chip-Dumping

Das Chip-Dumping ist eine gezielte Betrugsstrategie bei Pokerspielen. Hier nutzen die Betrüger mehrere Konten, um an einem Spieltisch gleich mehrere Hände zu spielen. Das Ziel ist es, die Chips der anderen Spieler zu gewinnen, was mit mehreren Händen deutlich leichter ist.

Die Betrüger nutzen dazu oft die Strategie, auf eine Hand hohe Einsätze zu platzieren, selbst wenn die Karten nicht gut sind. Dadurch werden die anderen Spieler am Tisch dazu ermutigt, mitzugehen. Auf diese Weise können die Betrüger das Spiel in ihre Richtung manipulieren und die Chips der anderen Spieler mit guten Chancen gewinnen.

Bonusmissbrauch

Bonusmissbrauch ist für die legalen Online-Casinos ein großes Problem. Beim Bonusmissbrauch erstellen betrügerische Spieler mehrere Konten, um den Bonus für Neukunden zu bekommen, beispielsweise mit dem Spinia Bonus Code für neue Spieler. Viele Casinos vergeben schließlich oftmals einen No-Deposit-Bonus für die Registrierung neuer Spieler.

Die Betrüger nutzen das und beanspruchen einen Neukundenbonus nach dem anderen ab. Haben sie dann ihr Ziel erreicht, Echtgeld aus dem Bonus zu machen, lassen sie sich das Geld auszahlen und kehren dem Casino den Rücken zu. Dass die Betrüger auffliegen könnten und die Konten geschlossen werden, ist ihnen egal. Schließlich haben sie nicht vor, mehr als den Neukundenbonus zu nutzen.

Kreditkartenbetrug

Leider ist der Kreditkartenbetrug im Internet nicht mehr selten. Viele Menschen sind davon betroffen. Die Betrüger können mit den gestohlenen Kreditkartendaten online einkaufen und auf Glücksspielseiten mitspielen. Sie können schließlich im Casino mit Kreditkarte bezahlen. Haben es die Betrüger geschafft, mit der Kreditkarte Ein- und Auszahlungen zu tätigen, können sie die eigentlichen Kreditkarteninhaber um viel Geld bringen.

Außerdem bietet den Betrügern das Spielen im Casino die Möglichkeit, Bargeld zu machen und dieses Geld zu waschen. Bedauerlicherweise sind gestohlene Kreditkartendaten heute leicht im Dark-Web zu haben und auf diese Weise kann die Kreditkarte schnell genutzt werden.

Rückbuchungsbetrug

Der Rückbuchungsbetrug, (als Chargeback-Betrug oder freundlicher Betrug genannt) ist ein großes Ärgernis für die Online-Casinos. Bei dieser Betrugsmasche gehen Betrüger gezielt vor, indem sie die Versicherung für ihre Zahlung nutzen. Haben die Spieler per Banktransfer oder per Kreditkarte Geld eingezahlt, viel gespielt und viel verloren, können sie ihre „Versicherung“ der Rückbuchung nutzen.

Sie setzen sich einfach mit ihrer Bank in Verbindung und geben dort an, dass sie die jeweilige Zahlung auf das Casino-Konto nicht getätigt haben und jemand Fremdes dies gemacht haben muss. Die Bank veranlasst dann eine Rückbuchung von dem Casino-Konto.

Wie können Händler Online-Glücksspielbetrug verhindern?

Online-Casino-Betrug ist ein großes Thema. Schließlich sorgt Betrug nicht nur bei den Casinos für Probleme, sondern auch bei den Spielern, die ehrlich sind und sich an die Regeln halten. Die Betreiber der Casinos müssen sich und die ehrlichen Spieler daher schützen. Das ist immer leichter gesagt als getan. Schließlich geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen Kundenerlebnis und Authentifizierung zu erschaffen.

Kein Spieler möchte die ganze Zeit nur damit beschäftigt sein, sich zu authentifizieren, um etwas spielen zu können. Ohne das läuft es nicht, wenn Sicherheit und Schutz geschaffen werden soll. Daher ist es für die Casinobetreiber und für Onlinehändler allgemein essenziell, Reibungspunkte im positiven und negativen Sinne richtig zu unterscheiden, wenn es um die Authentifizierung der Kunden geht.

Zu den positiven Reibungspunkten können diese Maßnahmen gezählt werden:

  • Überprüfungen des Alters der Spieler und die Sperrung von minderjährigen Spielern, wie es in jedem Online-Casino mit Sitz in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist
  • Spieler vor Einzahlungen bitten, das Geld genau zu überprüfen
  • Mobile Zahlungsmethoden mit 2FA anbieten
  • Komplexe und eindeutige Passwörter einfordern
  • Beim Hinzufügen neuer Kreditkarten das Karten-CVV überprüfen
  • Backend-Betrugstools wie Geolokalisierung, Fraud Engine Scoring und IP-Verifizierung nutzen

Zu den negativen Reibungspunkten, die entstehen können, zählen beispielsweise die Einschränkung der Zahlungsmethoden. Das kommt in der Regel bei Spielern nicht gut an. Die Nutzung von zu vielen Eingabefeldern bei der Registrierung und bei den Zahlungen gehört zu den negativen Reibungspunkten. Veraltete oder unwirksame Überprüfungsmethoden einzusetzen, kommen ebenfalls nicht gut an. Zu guter Letzt ist eine komplizierte oder defekte Seitennavigation ein negativer Reibungspunkt.

Generell empfiehlt es sich für die Casinobetreiber, dem KYC-Verfahren viel Beachtung zu geben. Neben der Alters- und Identitätsprüfung wird dabei der PEP-Check durchgeführt. Während der Anmeldung können E-Mail-Analysen erfolgen, um Fake-Accounts in Social Media zu finden, die IP-Betrugsanalyse und das Geräte-Fingerprinting.

Zudem sollten die Casinobetreiber Drittanbieter nutzen, um den Glücksspielbetrug zu bekämpfen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Ein- und Auszahlungsüberwachungen
  • ID-Verifizierungsanbieter
  • Das Anmelden einer Überwachung
  • Spieltische und Spiele überwachen
  • Die Anti-Geldwäsche-Aufsichtsbehörde (AML)
  • Anbieter, die Listen von politisch exponierten Persönlichkeiten führen

Wichtige Erkenntnisse zum Glücksspielbetrug

Für Glücksspielanbieter im Internet ist es nicht immer leicht, die Online-Casino-Abzocke zu verhindern. Ist ein Online-Casino seriös, wird es viele Mittel nutzen, um Casino-Betrug abzuwehren. Perfekt abgestimmte Tools zur Analyse und Verarbeitung von Daten können dabei helfen, die Gefahr von Glücksspiel-Abzocke zu verhüten.

FAQ zum Glücksspielbetrug:

1. Welche Folgen haben Rückbuchungen beim Glücksspiel?

Online-Glücksspielanbieter werden generell als risikoreich eingestuft. Folgen dann viele Rückbuchungen, wirkt sich das schlussendlich auf die Gesamteinnahmen des Anbieters aus. Dies kann zur Folge haben, dass Kreditkartenzahlungen oder Banktransfers nur eingeschränkt oder nicht mehr akzeptiert werden können.

2. Wurde jemand wegen Glücksspielbetrug im Internet strafrechtlich verfolgt?

Es gab viele Fälle, in denen Betrüger strafrechtlich verfolgt wurden und sogar zu Gefängnisstrafen oder hohen Geldstrafen verurteilt wurden.

3. Wie groß ist das Problem von Identitätsdiebstahl bei Online-Glücksspielen?

Beim Internet-Glücksspielbetrug ist der Identitätsdiebstahl das wohl größte Problem der Branche. Gestohlene Identitäten werden von Betrügern für den Bonusmissbrauch genutzt, zur Geldwäsche und um Konten in Casinos anzulegen.

4. Wie kann ich herausfinden, ob jemand meine Karte für Online-Glücksspiele verwendet hat?

Achte auf deine monatlichen Kontoauszüge. Sind dort Abbuchungen für Glücksspiel getätigt worden, die du nicht vorgenommen hast, ist das ein sicheres Indiz dafür, dass deine Kreditkarte von Betrügern genutzt wird.

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