Weg für komplett neue Parteispitze ist frei: Auch Riexinger kandidiert nicht erneut als Linken-Chef

Bernd Riexinger - Bild: Ben Gross Photography
Bernd Riexinger - Bild: Ben Gross Photography

Der Weg für eine neue Parteispitze der Linken ist frei: Nach Katja Kipping hat auch Bernd Riexinger den Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Vorsitz erklärt. Er werde nach über acht Jahren als Parteivorsitzender nicht erneut für das Amt antreten, schrieb der 64-Jährige in einer am Samstag bekannt gewordenen Erklärung an den Parteivorstand und weitere Gremien. Die neue Linken-Spitze soll auf einem Parteitag im Herbst gewählt werden.

Riexinger hob hervor, dass es unter seiner und Kippings Führung gelungen sei, die Linke „zu einer gesamtdeutschen Partei aufgebaut und weiterentwickelt“ zu haben. Sie sei heute eine „stabile Kraft im bundesdeutschen Parteiensystem“, schrieb er. Der Verzicht Kippings war bereits am Freitagabend bekannt geworden.

Anders als Kipping war Riexinger kaum bundesweit bekannt, als er 2012 Linken-Vorsitzender wurde. Er war damals Chef des Verdi-Bezirks Stuttgart, den Posten hatte er seit 2001 bekleidet. Zwischen 2007 und 2012 war Riexinger zudem Landesvorsitzender der Linken in Baden-Württemberg.

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