Studie: Psychische Belastung der Deutschen während Corona-Lockdown gestiegen

Depressives Mädchen - Bild: VaughanPetersen via Twenty20
Depressives Mädchen - Bild: VaughanPetersen via Twenty20

Der Corona-Lockdown im Frühjahr hat die Deutschen psychisch stark belastet. Besonders in der Gruppe der 20- bis 50-Jährigen hätten Angst-, Stress- und Depressionssymptome stark zugenommen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) nach einer Vorauswertung der Nako-Gesundheitsstudie, für die 113.000 Deutsche befragt wurden. 

„Die psychische Belastung bei jungen bis mittelalten Menschen, zwischen 20 und Ende 40, war besonders groß“, sagte der Studienleiter für neurologisch-psychiatrische Erkrankungen, Klaus Berger, der Zeitung. Am stärksten betroffen waren demnach Frauen Ende 30. 

Anders sah es bei den älteren Studienteilnehmern aus: In der Gruppe über 60 Jahre konnten die Forscher keine Zunahme von depressiven Symptomen feststellen. 

Große Unterschiede ließen sich laut Berger auf im regionalen Vergleich feststellen: „Wir sahen bei Befragten in Regionen, die von Covid-19 besonders hart getroffen wurden, eine stärkere Zunahme von Stress und von Angst“, sagte er der „FAS“. Im Norden und Nordosten, wo die Corona-Fallzahlen niedriger waren, seien Stress-Symptome deutlich weniger ausgeprägt gewesen. Menschen, die einen Corona-Test vornehmen lassen mussten, hatten demnach eine höhere psychische Belastung – egal, wie das Ergebnis letztlich ausfiel.

Mit Blick auf mögliche weitere starke Einschränkungen des Alltags in diesem Winter sagte der Studienleiter: „Wer Krisen durchlebt hat, lernt in der Regel dabei, mit neuen Krisen umzugehen.“ Deshalb sei die Ausgangslage besser als im Frühling.

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AFP/Redaktion
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