Berliner Gesundheitssenatorin wirft Bund schlechte Organisation bei Impfungen vor

Dilek Kalayci - Bild: Stephan Röhl for Heinrich-Böll-Stiftung, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Dilek Kalayci - Bild: Stephan Röhl for Heinrich-Böll-Stiftung, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat der Bundesregierung vorgeworfen, bei der Verteilung des Corona-Impfstoffes schlecht organisiert zu sein. Im rbb-Inforadio kritisierte Kalayci am Mittwoch, dass bislang zu wenig Impfstoffdosen auf die Länder verteilt würden: Berlin bekomme bis Jahresende 58.500 Impfdosen, eine Lieferung stehe dabei noch aus. „Das würde gerade einmal für die Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen reichen.“ Sie fügte hinzu: „Wir sind alle enttäuscht über die geringen Menge.“

Der Bund habe nun zugesagt, dass Berlin ab Anfang des Jahres knapp 30.000 weitere Impfdosen bekommt. Allerdings gebe es Unsicherheiten bei den Lieferterminen, sagte die Senatorin. Das mache die Planung extrem schwierig. Deshalb seien die Berliner Impfzentren auch nicht im Vollbetrieb.

Was sie „maßlos ärgert“ sei der Umstand, dass der Liefertermin für die erste Januarwoche immer noch nicht feststehe. „Wir wissen noch nicht einmal: Kommt der Impfstoff Montag oder Sonntag, und das ist natürlich für die Planung ungemein wichtig zur Buchung von Terminen.“

Am Vortag hatte die Stadt bekannt gegeben, dass ein einsatzbereites Impfzentrum über den Jahreswechsel wieder schließe. Ab dem 4. Januar soll dort laut Kalayci weiter geimpft werden.

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