Städtetag mahnt bei Öffnungsschritten zur Vorsicht

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In der Debatte über Lockerungen der Corona-Beschränkungen sieht der Deutsche Städtetag noch keinen Spielraum für umfassende Öffnungen. „Ein dritter Lockdown muss unbedingt verhindert werden“, mahnte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) am Donnerstag. Der unterbrochene Abwärtstrend der Infektionszahlen müsse sich wieder fortsetzen, fügte der Leipziger Oberbürgermeister hinzu. Die Zahl der Neuinfektionen müsse auf ein stabil niedriges Niveau heruntergedrückt werden, um einen exponentiellen Anstieg zu verhindern.

Jung sprach sich für „abgesicherte und verlässliche Öffnungsschritte“ aus. „Wir alle wollen eine Perspektive, wie es in den kommenden Wochen weitergeht“, erklärte er. „Die Menschen sehnen sich nach Normalität.“ Strategien für Wege aus dem Lockdown würden deshalb wichtiger. Zugleich verwies der Städtetag darauf, dass die Infektionslage sich gerade wegen der Mutationen sehr schnell wieder zuspitzen könne – und die Impfung der Bevölkerung langsamer verlaufe als geplant.

Jeder weitere Öffnungsschritt müsse zwingend mit einer passenden Teststrategie verbunden werden, forderte Jung. „Nur wenn ausreichend Menschen getestet werden, können wir besser einschätzen, wo und wie sich das Virus ausbreitet. Dann haben wir eine Grundlage für mögliche Öffnungsschritte.“

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