UN-Bericht: Seit Jahresbeginn 13.000 Flüchtlinge durch Gewalt in Kolumbien

Flüchtlinge
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Kämpfe zwischen der kolumbianischen Armee und bewaffneten Gruppen haben nach UN-Angaben seit Jahresbeginn mehr als 13.000 Menschen in die Flucht gezwungen. Die Situation in der Pazifikregion des südamerikanischen Landes sei „besonders besorgniserregend“, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres in dem Bericht, den die Nachrichtenagentur AFP am Freitag einsehen konnte. 

Unter den insgesamt 13.422 Vertriebenen seien mehr als 5500 Minderjährige, heißt es in dem Bericht. Tausende Zivilisten steckten im „Kreuzfeuer illegaler bewaffneter Akteure und den Strafverfolgungsbehörden“ fest.

Kolumbien erlebt derzeit die heftigste Gewalt seit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der Regierung und der Guerilla-Gruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (Farc) im Jahr 2016. Einige Guerilla-Kämpfer weigerten sich, an dem Friedensprozess teilzunehmen und kämpfen weiter gegen die Regierung in Bogotá. Einige arbeiten zudem mit Drogenbanden in kolumbianischen Regionen zusammen, über die die Regierung keine Kontrolle hat.

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