Russischer Physik-Professor unter dem Verdacht des Verrats unter Arrest gesetzt

Flagge von Russland
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Der russische Physik-Professor Walery Golubkin ist unter dem Verdacht des Verrats für zwei Monate unter Arrest gesetzt worden. Die Maßnahme wurde vom Moskauer Lefortowsky-Bezirksgericht verhängt, wie die Gerichtssprecherin Darja Rosmachowa am Dienstag mitteilte. Golubkin wurde demnach am Montag festgesetzt und soll bis zum 12. Juni unter Arrest bleiben.

Golubkin stehe „unter Verdacht“, die Anklagepunkte gegen ihn seien noch nicht näher ausgeführt worden, sagte Rosmachowa. Golubkin lehrt am Moskauer Institut für Physik und Technologie Hochgeschwindigkeits-Aerodynamik. Sein wichtigster Auftraggeber ist das Zentrale Schukowski-Institut für Aerohydrodynamik (Tsagi). Eine Sprecherin dieses Instituts wollte sich zunächst nicht zu dem Fall äußern. Sie bezeichnete das Institut als eine „Hochsicherheits-Einrichtung“.

Golubkins Anwalt Alexander Timoschenko sagte, sein 69-jähriger Mandant beteuere seine Unschuld. Er habe sich an „normaler internationaler Zusammenarbeit“ in verschiedenen Projekten beteiligt. Golubkin habe eine Krebserkrankung überstanden und leide unter einem schlechten Gesundheitszustand. Timoschenko ergänzte, in jüngster Zeit seien mehrere andere, ähnlich gelagerte Fälle vorgekommen, worüber er aber keine nähere Auskunft erteilen könne. In den vergangenen Jahren war in Russland mehrfach gegen Wissenschaftler der Vorwurf des Hochverrats erhoben worden.

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