Bätzing spricht mit Papst über Aufarbeitung von Missbrauch in der Kirche

Georg Bätzing - Bild: Tobias Steiger/Bistum Limburg
Georg Bätzing - Bild: Tobias Steiger/Bistum Limburg

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat sich mit dem Papst über die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche in Deutschland und die „schwierige Lage“ in manchen Bistümern ausgetauscht. „Papst Franziskus ist gut im Bilde über die Lage der Kirche in Deutschland“, erklärte Bätzing nach seiner zweiten Privataudienz mit dem argentinischen Pontifex. „Er hofft, dass Spannungen überwunden werden können.“

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz zeigte sich beeindruckt, „mit welch ausgewogener Kenntnis“ der Papst die Situation der Kirche in Deutschland wahrnehme und die Probleme in Worte fasse. „Papst Franziskus wird die Kirche unseres Landes auf dem Weg aus der Krise heraus begleiten“, versicherte Bätzing. Bereits im vergangenen Jahr war er für seinen Antrittsbesuch nach Rom gereist.

Zuletzt hatte der Umgang mit der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln die katholische Kirche hierzulande in Aufruhr versetzt. Im Zusammenhang mit Vorwürfen der Vertuschung von Fällen sexuellen Missbrauchs war Erzbischof Rainer Maria Woelki in einem im März vorgestellten Gutachten persönlich entlastet worden. Anfang Juni reisten dennoch zwei Papstgesandte nach Köln, um sich vor Ort ein Bild von der Lage in der Diözese und Woelkis Rolle im Missbrauchsskandal zu verschaffen. Auch in anderen Bistümern gibt es Kritik an der Missbrauchsaufarbeitung.

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