Päpstliche Gesandte schließen Untersuchung zu Missbrauch in Kölner Erzbistum ab

Kölner Dom - Bild: cobalt via Twenty20
Kölner Dom - Bild: cobalt via Twenty20

Nach einer Woche haben die vom Papst entsandten Bischöfe ihre Untersuchung zum Missbrauchsskandal und den Auswirkungen im Erzbistum Köln abgeschlossen. Die beiden sogenannten apostolischen Visitatoren reisten am Dienstag wieder aus Köln ab, wie aus einer von der vatikanischen Botschaft in Berlin versandten Mitteilung hervorging. Laut der Päpstlichen Nuntiatur sollen die Ergebnisse der Untersuchung Papst Franziskus zur Verfügung gestellt werden.

Bei den Papstgesandten handelt es sich um den Stockholmer Bischof, Kardinal Anders Arborelius, sowie den Bischof von Rotterdam, Johannes van den Hende. Die Visitatoren führten seit dem vergangenen Dienstag Gespräche mit Betroffenen sexuellen Missbrauchs. Zudem trafen sie sich mit katholischen Laien, Vertretern verschiedener Gremien sowie Priestern und Bischöfen. Auch E-Mails und Briefe hätten sie „zur Kenntnis genommen“.

Im Zusammenhang mit Vorwürfen der Vertuschung von Fällen sexuellen Missbrauchs war der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki in einem im März vorgestellten Gutachten persönlich zwar entlastet worden. Der Skandal um die Vorgänge im Kölner Erzbistum versetzte die katholische Kirche aber in Aufruhr.

Zahlreiche Gläubige traten dort bereits aus der Kirche aus. Kölner Katholiken fordern weiter Woelkis Rücktritt. Die Papstgesandten sollten sich vor Ort ein Bild von der „komplexen pastoralen Situation“ in der Diözese verschaffen. Auch sollten sie mögliche Fehler des Kardinals und weiterer Kirchenvertreter untersuchen.

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