Gewerkschaften und RWE einigen sich auf Tarifvertrag für Kohleausstieg

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Symbolbild: Kohlekraftanlage

Der Energiekonzern RWE und Arbeitnehmervertreter haben sich auf einen Tarifvertrag für rund 10.000 vom Kohleausstieg betroffene Beschäftigte geeinigt. Der Tarifvertrag schließt betriebsbedingte Kündigungen aus und sieht eine „substanzielle Aufstockung“ des staatlichen Anpassungsgelds durch das Unternehmen vor, wie die Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) am Freitag mitteilte. Vereinbart wurde demnach auch ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur internen und externen Weiterqualifizierung und Weitervermittlung betroffener Arbeitnehmer.

Die Einigung fiel demnach nach zweitägigen Verhandlungen in der Nacht zu Freitag. Die Tarifkommission der IG BCE stimmte dem bis Ende 2043 befristeten Tarifvertrag bereits zu. Auch die Tarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi stimmte der Einigung nach eigenen Angaben bereits zu.

Auch beim Energiekonzern Uniper einigten sich Vorstand und Arbeitnehmervertreter auf einen Tarifvertrag für die vom Ende der Kohleverstromung betroffenen Beschäftigten. Der Tarifvertrag sieht nach Verdi-Angaben vom Freitag unter anderem einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen ebenso vor wie eine substanzielle Aufstockung des staatlichen Anpassungsgelds durch das Unternehmen. 

Der Tarifvertrag gilt demnach für die direkt in den Kohlekraftwerken beschäftigten Arbeitnehmer und für die indirekt Betroffenen, die in der Düsseldorfer Zentrale und in einzelnen Gesellschaften des Uniper-Konzerns Service- und Unterstützungsfunktionen für die Kraftwerke leisten. Die Tarifkommission bei Verdi stimmte dem Vertrag bereits zu.

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