Entwicklungsorganisation will Kaffeesteuer bei fairem Handel streichen lassen

Symbolbild: Kaffeebohne
Symbolbild: Kaffeebohne

Die Entwicklungsorganisation ONE fordert von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die Abschaffung der Kaffeesteuer für fair gehandelten Kaffee. „Wenn sich mehr Menschen fairen Kaffee leisten können, schaffen wir eine gerechtere, ökologische und nachhaltige Zukunft“, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Petition mit dem Ziel von 5000 Unterschriften. Die Kampagne mit dem Unternehmen nuruCoffee soll entsprechende Produkte preislich attraktiver machen.

„Bisher stammt nur jede 20. Tasse Kaffee aus fairem Handel, das muss sich ändern“, erklärte der ONE-Deutschland-Chef Stephan Exo-Kreischer. „Die Kosten für den Fiskus sind gering, der Nutzen für viele von Armut betroffene Menschen jedoch immens.“

nuruCoffee-Mitgründerin Sara Nuru beklagte, dass Verbraucher wie vor selten zu fairem Kaffee griffen, „bei dem darauf geachtet wird, dass die Kaffeebäuerinnen und -bauern angemessen bezahlt und Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden“. Fair gehandelter Kaffee dürfe kein Luxusgut sein. Daher solle die Kaffeesteuer dafür entfallen.

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