Anklage gegen 22-Jährige wegen Verdachts der IS-Mitgliedschaft erhoben

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
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Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat gegen eine 22-Jährige Anklage wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung erhoben. Die Frau soll Ende 2014 nach Syrien ausgereist sein und sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben, wie die Justizbehörde am Dienstag mitteilte. Anfang 2015 soll sie ein ebenfalls aus Deutschland ausgereistes IS-Mitglied geheiratet haben.

Laut Anklage soll sie ihrem Mann zu den jeweiligen Einsatzorten gefolgt sein, ihn unterstützt und dessen Kampfhandlungen befürwortet haben. Im Gegenzug sollen die beiden vom IS monatlich Geld und zudem Unterkünfte in den Krisengebieten bekommen haben. In der irakischen Stadt Tal Afar sollen sie in einem Haus gelebt haben, dessen Bewohner vom IS vertrieben, inhaftiert oder getötet wurden.

Zudem soll die Beschuldigte ein Sturmgewehr besessen und dieses auch beim Verlassen des Hauses getragen haben. Die 22-Jährige ist deshalb auch wegen Kriegsverbrechen gegen das Eigentum und sonstige Rechte sowie eines Verbrechens nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz angeklagt.

Nachdem die Frau 2019 von kurdischen Einheiten festgenommen wurde, gelangte sie in die Türkei, wo sie erneut festgenommen und schließlich abgeschoben wurde. Nach ihrer Ankunft in Deutschland im November vergangenen Jahres wurde sie festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

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