Industrieproduktion im August gegenüber Juli leicht gesunken

Symbolbild: Industrielle Fertigung
Symbolbild: Industrielle Fertigung

Deutschlands Industrieproduktion ist im August im Vergleich zum Juli leicht gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, fiel die  Produktion saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent niedriger aus als im Vormonat. Im gesamten produzierenden Gewerbe, also inklusive Enegieerzeugung und Baugewerbe, betrug der Rückgang 0,2 Prozent, da die Energieerzeugung gegenüber Juli um 6,7 Prozent zulegte; die Bauproduktion sank um 0,3 Prozent.

In der größten Branche des verarbeitenden Gewerbes – der Automobilindustrie – sank die Produktion im August nach einem Anstieg um 8,9 Prozent im Juli um 12,5 Prozent zum Vormonat. Sie liegt damit nach Angaben des Bundesamtes knapp 25 Prozent unter dem Wert vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

Das verarbeitenden Gewerbe ist seit Monaten von der Corona-Krise beeinflusst. Im Vergleich zu Februar war die Produktion insgesamt im August 2020 noch 10,8 Prozent niedriger. Gegenüber dem Vorjahresmonat August 2019 betrug das Minus 9,6 Prozent. 

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, ausschlaggebend für den Rückgang in der Industrie sei die „starke Drosselung der Produktion im Kfz-Bereich“ um 12,5 Prozent gewesen. Gleichwohl hob das Ministerium erneut hervor, dass nach der Lockerung des harten Lockdowns im April seit Mai ein Erholungstrend zu beobachten sei, „auch wenn es im August zu einem leichten Rückgang gekommen ist“.

Am Dienstag hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass Deutschlands Industrie bei den Aufträgen im August erneut ein Plus verzeichnete – das Vorkrisenniveau ist aber weiterhin noch nicht erreicht.

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