Laschet fordert „drastische“ Reduzierung privater Kontakte

Armin Laschet - Bild: Land NRW
Armin Laschet - Bild: Land NRW

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie für die weitgehende Beschränkung privater Kontakte ausgesprochen. Er setze sich ein für die „Wiedereinführung eines strengeren Kontaktverbots“, sagte er am Dienstag in Düsseldorf. „Wir müssen unsere sozialen Kontakte drastisch reduzieren.“

Der überwiegende Teil der Corona-Neuinfektionen passierten „in der privaten Lebenswelt“, begründete Laschet seine Forderung. Letztlich sollten sich mehrere Menschen nur noch dann treffen, wenn dies nötig sei „zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens“.

Der November werde in der Pandemie „der Monat der Entscheidung“, sagte der Ministerpräsident. Nötig sei jetzt eine „effektive Corona-Bremse“. Es müsse am Mittwoch „eine starke Antwort der 16 Länder und der Bundeskanzlerin gemeinschaftlich erfolgen“.

Entscheidend seien aber nicht die politischen Beschlüsse, gab Laschet zu bedenken, sondern „das Verhalten der Menschen“. Wichtig sei daher, dass die neuen Regeln auch für die Menschen verständlich seien.

Einen kurzzeitigen kompletten Lockdown für sieben Tage wie von einigen Politikern gefordert lehnte Laschet ab. Ein solches Vorgehen würde große Schäden verursachen und niemand könne sicher sagen, ob die Lage danach tatsächlich besser wäre. „Ich halte eine Entschleunigung im Monat November für zielgerichteter.“

Insgesamt bewertete Laschet die Lage als „sehr, sehr ernst“. Es komme jetzt „auf beherztes Handeln der Politik“ an. Der Mittwoch werde „ein entscheidender Tag“ sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und  Ministerpräsidenten wollen ab 13.00 Uhr beraten; zuvor besprechen sich die Länder ohne die Kanzlerin.

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