Bundesumweltministerin Schulze hat nichts gegen Heizpilze

Symbolbild: Heizpilz
Symbolbild: Heizpilz

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kann sich angesichts der Corona-Krise mit der Nutzung von klimaschädlichen Heizpilzen in der Gastronomie anfreunden. „Wenn der Einsatz von Heizpilzen ein Weg ist, die Gastronomie nach dem Shutdown wieder zu öffnen und damit ihr langfristiges Überleben zu sichern, dann sollten wir da nicht dogmatisch sein“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben).

Das Aufstellen von Heizpilzen ist in Deutschland vielerorts verboten. Die Strahler haben einen hohen Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid. Angesichts der Corona-Krise haben aber einige Kommunen bereits angekündigt, in diesem Winter wieder Heizpilze zu erlauben – so soll es Gästen von Restaurants und Cafés ermöglicht werden, draußen zu sitzen, wo das Corona-Infektionsrisiko als geringer gilt.

Schulze äußerte auch Verständnis dafür, in der Pandemie von der Bahn auf das Auto umzusteigen. Viele Menschen fühlten sich allein im Auto einfach sicherer. „Wer kann ihnen das bei steigenden Infektionszahlen auch verdenken? Es kommt jetzt schließlich ganz entscheidend darauf an, Kontakte mit anderen so gut es geht zu vermeiden.“ 

Sie selbst nehme für kürzere Wege am liebsten das Fahrrad, berichtete Schulze. „Aber ich fahre auch häufiger Bahn – und bin fest davon überzeugt, dass ich mit Maske gut geschützt bin.“

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