Lindner erwartet Scheitern der Lockdown-Strategie

Christian Lindner - Bild: FDP
Christian Lindner - Bild: FDP

FDP-Chef Christian Lindner erwartet ein Scheitern der Lockdown-Strategie von Bund und Ländern und befürchtet als Konsequenz daraus eine dritte Welle. Lindner sagte am Sonntagabend in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“ zu der sich abzeichnenden Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns: „Ich glaube, dass diese Strategie nicht funktioniert.“ Solange es keinen Impfstoff und damit in der Bevölkerung keine große Resistenz gegen das Coronavirus gebe, „droht die nächste, die dritte Welle“.

So komme man aus dem Wellenbrechen nicht heraus, sagte Lindner. Es drohe eine „Stop-and-go-Politik“. Der FDP-Chef äußerte die Hoffnung, dass es am Mittwoch gelinge, „über eine nationale Kraftanstrengung zu sprechen“. Es gehe darum, die wirklichen Risikogruppen zu schützen, in denen Hospitalisierungsquote und Sterblichkeit besonders hoch seien. Benötigt werde zudem eine Öffnungsperspektive mit einem klaren Regelwerk, welche Hygienestandards Gaststätten und andere erfüllen müssten.

Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen wollen die Bundesländer den derzeitigen Corona-Lockdown bis mindestens zum 20. Dezember verlängern und an einigen Stellen verschärfen – etwa mit strengeren Kontaktauflagen und einer erweiterten Maskenpflicht. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Länder für die Beratungen mit dem Bund am Mittwoch hervor, die AFP vorliegt. Diese Verschärfungen sollen bis 17. Januar gelten – mit Ausnahmen für Weihnachten.

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