Neuverschuldung könnte 2021 deutlich höher ausfallen

Schuldenuhr im Januar 2020 - Bild: Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.
Schuldenuhr im Januar 2020 - Bild: Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.

Die Neuverschuldung des Bundes dürfte im kommenden Jahr laut einem Bericht des „Spiegel“ deutlich höher ausfallen als bisher von der Regierung geplant. Zu erwarten sei eine Kreditaufnahme von bis zu 125 Milliarden Euro, hieß es am Freitag unter Berufung auf Berechnungen von Experten der Regierung und der Koalitionsfraktionen. Bislang sind im Haushaltsentwurf der Regierung 96,2 Milliarden Euro neue Schulden veranschlagt.

Wie hoch der Ansatz für die Schulden im Etat tatsächlich ausfällt, dürfte sich in der sogenannten Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses am 26. November entscheiden. Grund für die erwarteten zusätzlichen Schulden sind laut „Spiegel“ Mehrbelastungen in Verbindung mit der Corona-Krise.

Dabei gehe es zum einen um die Verlängerung der Überbrückungshilfen für angeschlagene Unternehmen, die für das nächste Jahr vorgesehen ist, hieß es. Zudem dürfte ein Teil der Unterstützungszahlungen für Unternehmen, die im November coronabedingt vorübergehend schließen müssen, erst 2021 ausbezahlt werden. Schließlich sei eine finanzielle Vorsorge für die Beschaffung, Lagerung und Verteilung von Corona-Impfstoffen erforderlich.

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