Neuseeland streitet über Keramik-Dildo-Workshop

Symbolbild: Dildo
Symbolbild: Dildo

Ein geplanter Workshop für die Herstellung von Dildos aus Keramik hat in Neuseeland eine erbitterte Kontroverse ausgelöst. Weil sie wegen ihres Vorhabens gemobbt und im Internet beleidigt worden sei, gab die Keramikerin Nicole Gaston ihr Amt als ehrenamtliche Präsidentin der Wellingtoner Töpfer-Vereinigung auf. Nachvollziehen könne sie die Kritik nicht, sagte Gaston: „Einige der ältesten Keramikarbeiten, die je gefunden wurden, zeigen den Phallus.“

Die Herstellung von Keramik-Dildos werde seit tausenden Jahren praktiziert, fügte die Künstlerin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP hinzu. Dildos aus Keramik hätten ja auch gewisse Vorzüge: Sie seien leicht zu sterilisieren, könnten erwärmt werden und brächten im Gegensatz zu den üblichen Latex-Versionen kein Chemikalien-Risiko mit sich.

„Einige Vereinsmitglieder sagten, es sei unnötig provozierend, jemand anderes sagte, es sei nicht angemessen“, sagte Gaston. Im Internet wurde sie nach eigenen Angaben zudem als „verrückt“ bezeichnet. Wegen der persönlichen Angriffe sei sie schließlich zurückgetreten.

Dabei kennt sich die 41-Jährige gut aus, wenn es um Keramik und Erotik geht: 2018 gewann Gaston einen Preis für ihre Arbeit mit dem Titel „Vagina Teapot“ („Vagina-Teekanne“).

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