Rainer Wendt erneut zum Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft gewählt

Rainer Wendt - Bild: Tomas Moll/DPolG
Rainer Wendt - Bild: Tomas Moll/DPolG

Die Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hat ihren langjährigen Vorsitzenden Rainer Wendt für eine weitere Amtszeit bestätigt. Der 64-Jährige wurde nach Angaben der DPolG am Dienstag von den Delegierten eines digital abgehaltenen Bundeskongresses gewählt. Er erhielt 188 von 331 Stimmen. Auf seine Gegenkandidatin Kirsten Lühmann entfielen 116 Stimmen. Wendt führt die DPolG seit 2007.

Nach seiner Wahl forderte Wendt erneut, eine Corona-Erkrankung bei Polizisten als Dienstunfall einzustufen. Allgemein sei die Bewältigung der Pandemie eine Kernaufgabe der kommende Monate. Weitere Schwerpunkte der Gewerkschaftsarbeit der nächsten Zeit würden die Personalsituation und die technische Ausstattung der Sicherheitsbehörden sein. Die DPolG werde dazu Vorschlägen machen.

Die DPolG ist eine von zwei großen Polizeigewerkschaften, daneben gibt es noch die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Wendt ist in der Öffentlichkeit durch Medienauftritte sehr präsent. 2019 wollte ihn die in Sachsen-Anhalt regierende CDU zum Innenstaatssekretär machen, scheiterte aber am Widerstand der Koalitionspartner SPD und Grüne.

Wendt geriet früher auch durch Vorwürfe im Zusammenhang mit seinen Einkünften in die Schlagzeilen. 2017 war bekannt geworden, dass er jahrelang Beamtensold des Landes Nordrhein-Westfalen bezog, ohne als Polizist zu arbeiten. Der Fall löste Untreueermittlungen der Staatsanwaltschaft aus, die aber wieder eingestellt wurden. Es gab zudem noch ein Disziplinarverfahren wegen Nebeneinkünften durch eine Tätigkeit für einen Versicherungskonzern.

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