Müller: „Kindersoldaten sind Opfer, keine Täter“

Symbolbild: Kindersoldat
Symbolbild: Kindersoldat

Zum Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten hat Entwicklungsminister Gerd Müller an das Leid der Betroffenen erinnert. „Kindersoldaten sind Opfer, keine Täter“, erklärte der CSU-Politiker am Freitag in Berlin. „Sie brauchen einen Ausweg, Schutz, Schulen und keine Gewehre.“

Müller verwies auf Schätzungen der Vereinten Nationen, wonach weltweit rund 250.000 Kinder von bewaffneten Gruppen als Soldaten zu Gewalttaten gezwungen werden. Viele von ihnen würden auch sexuell missbraucht. „Diese Kinder leiden unter der verbrecherischsten Form von Kinderarbeit“, erklärte der Minister. „Sie leiden unter den seelischen und körperlichen Folgen oft ihr ganzes Leben lang.“

„Wir müssen den Kindern die Bildung und eine Chance auf ein normales Leben zurückgeben“, forderte Müller. Er verwies darauf, dass sein Ministerium Programme fördere, um ehemaligen Kindersoldaten einen Weg zurück in ein normales Leben zu ermöglichen, beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo und in Sierra Leone. 

Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten erinnert an den 12. Februar 2002, als das „Fakultativprotokoll zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes in bewaffneten Konflikten“ in Kraft trat. Seitdem gelten die „roten Hände“ als Zeichen des Protestes gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten. In dem Protokoll wurde unter anderem vereinbart, dass Kinder unter 18 Jahren nicht zwangsweise zum Dienst an der Waffe eingezogen werden dürfen.

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