Deutsche sorgen sich um Zustand der Wälder

Wald
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Trotz großer Sorgen um den Zustand der Wälder in Deutschland sind die Menschen nur selten bereit, sich im Umweltschutz zu engagieren. In einer am Donnerstag veröffentlichten YouGov-Umfrage gaben drei Viertel der Befragten an, sich um die Zukunft der Wälder zu sorgen. „Gleichzeitig sehen sie Waldschutz aber nicht in ihrer persönlichen Verantwortung und delegieren diese weg“, erklärte YouGov-Marketingleiter Philipp Schneider.

Dabei verbringen 87 Prozent der Befragten gern Zeit im Wald. 72 Prozent sind mindestens alle drei Monate dort, ein gutes Viertel sogar jede Woche. Für die Erhebung befragte das Institut rund 2000 Menschen.

Die größte Herausforderung für den Wald sehen die Deutschen in Dürre und Trockenheit, 50 Prozent bezeichnen dies als das zentrale Problem. 38 Prozent sind besorgt über die Bebauung von Waldflächen, jeweils 36 Prozent der Befragten geben Müll von Waldbesuchern und Abholzung als Probleme an. Um gegenzusteuern, fordern 82 Prozent der Befragten mehr Waldschutzgebiete. 75 Prozent erwarten von der Politik mehr Regeln und Gesetze für besseren Waldschutz.

Das Problembewusstsein wächst dabei mit dem Alter der Befragten. Bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 29 Jahren sind 65 Prozent besorgt über den Zustand der Wälder, bei den über 60-Jährigen sind es 81 Prozent. Insgesamt sind die Menschen pessimistisch, was die Zukunft des Walds angeht: 61 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich dessen Zustand in den nächsten 20 Jahren weiter verschlechtern wird.

Bei aller Sorge ist die Bereitschaft zum Engagement gleichwohl gering. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, durch den Kauf eines bestimmten Produkts schon einmal ein Unternehmen unterstützt zu haben, dass sich für den Waldschutz einsetzt. Zwölf Prozent spendeten Geld für den Waldschutz, sechs Prozent trieben den Waldschutz durch aktive Mitarbeit voran. 57 Prozent der Deutschen engagierten sich hingegen noch nie für den Waldschutz.

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