Intensivmediziner rechnen mit steigenden Patientenzahlen

Intensivbett-Behandlung - Bild: ponsulak via Twenty20
Intensivbett-Behandlung - Bild: ponsulak via Twenty20

Die deutschen Intensivmediziner rechnen für die kommenden Wochen mit einer weiter zunehmenden Zahl von Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen. „Die Zahl unserer Patienten steigt seit einigen Tagen wieder und wird auch die kommenden zwei bis drei Wochen weiter steigen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe).

Marx begrüßte die in der Nacht zum Dienstag von Bund und Ländern vereinbarten schärferen Corona-Einschränkungen. „Die Politik hat auf die dritte Welle jetzt aus Sicht der Intensivmedizin vollkommen richtig gehandelt“, hob er hervor. „Möglichst wenig Kontakte zu anderen Menschen ist nun leider eines der wenigen Mittel, die wir gegen Corona in der Hand haben.“

Die Intensivmediziner-Vereinigung verweist vor allem auf das gesteigerte Risiko durch die sich ausbreitenden Varianten des Coronavirus. „Wir dürfen die deutlich höhere Ansteckungsgefahr der britischen Mutation nicht unterschätzen. Die Inzidenzen, die wir jetzt sehen, sind dieser Mutation geschuldet“, sagte Marx. Daher seien die Verschärfungen über Ostern als Reaktion auf das aktuelle Infektionsgeschehen angebracht.

Im Divi-Lagebericht vom Montag war die Zahl der mit Covid-Patientinnen und -Patienten belegten Intensivbetten mit 3145 angegeben worden, 89 mehr als am Vortag. Davon wurden laut Intensivregister 53 Prozent invasiv beatmet.

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