Studie: Proteste gegen Corona-Politik führen zu mehr Angriffen auf Journalisten

Journalisten beim Dreh - Bild: ponsulak via Twenty20
Journalisten beim Dreh - Bild: ponsulak via Twenty20

Die Proteste gegen die Corona-Politik haben zu einer Steigerung der Angriffe auf Journalisten geführt. Das Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) in Leipzig registrierte 2020 deutschlandweit insgesamt 69 tätliche Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten – so viele wie nie zuvor seit der erstmaligen Erhebung im Jahr 2015: Dies geht aus der Jahresstudie des Zentrums hervor, aus welcher der MDR am Dienstag zitierte. 

Im Jahr 2015 waren 44 derartige Angriffe registriert worden. 2019 waren es 14. Die meisten Angriffe im vergangenen Jahr seien im Zusammenhang mit Demonstrationen gegen die Corona-Politik registriert worden, berichtete der MDR unter Bezug auf die Studie.

„Die Sicherheitslage von Journalistinnen und Journalisten in Deutschland hat sich abermals verschärft“, kommentieren die Studienmacher die Ergebnisse. Vor allem pandemiebezogene Demos waren Schauplätze der Vorfälle. Laut der Erhebung fanden mehr als 70 Prozent der Übergriffe auf oder im Umfeld von Demonstrationen statt, die die Corona-Politik grundsätzlich kritisiert haben. Dabei handelte es sich unter anderem um so genannte Querdenker-Demos oder Hygiene-Demos.

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