Italiener soll im Darknet Säureangriff auf Ex-Freundin in Auftrag gegeben haben

Hacker-/Cyberangriff
Hacker-/Cyberangriff

Die italienische Polizei hat eigenen Angaben zufolge eine „schreckliche“ Racheaktion eines Mannes gegen seine Ex-Freundin vereitelt. Der Verdächtige habe einen Säureanschlag auf seine ehemalige Partnerin geplant und dafür einen Kriminellen im Darknet angeheuert, teilte die Polizei in Rom am Mittwoch mit. Der IT-Fachmann wurde von den Beamten unter Hausarrest gestellt und der schweren Körperverletzung beschuldigt.

Der Mann habe den Angriff „bis ins letzte Detail“ geplant, teilte die Polizei mit. Er habe seine Ex-Freundin so stark verletzen wollen, dass sie auf einen Rollstuhl angewiesen sein würde. Dazu wollte er einem Kriminellen, den er im Darknet kennengelernt hatte, den Angaben zufolge eine „beträchtliche Summe in Bitcoin“ für die Tat überweisen. 

Eine erste Anzahlung hatte der 40-Jährige den Angaben zufolge bereits geleistet. Die italienische Nachrichtenagentur AGI meldete unter Berufung auf ein Gerichtsdokument, dass der Täter insgesamt fast 10.000 Euro erhalten sollte.

Die Polizei erklärte, sie habe im Februar mit den Ermittlungen begonnen, nachdem sie von Kollegen aus einem anderen europäischen Land alarmiert worden sei, die verdächtige Chatprotokolle im Darknet entdeckt hatten. 

In den vergangenen Jahren gab es in Italien mehrere besonders grausamen Fälle von Gewalt gegen Frauen, darunter Säureattacken und Morde. In den meisten Fällen wurden sie von Männern begangen, die sich an ihren Partnerinnen oder ehemaligen Partnerinnen rächen wollten. 

Von den 111 Frauen, die 2019 in Italien ermordet wurden, wurden 55 von ihrem Ehemann oder Partner und 13 von ihrem Ex-Freund getötet, wie die staatliche Statistikbehörde Istat mitteilte.

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AFP/Redaktion
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