Auf Friedhof in Mechernich gefundene Leiche wohl 1974 gestorbenes Unfallopfer

Polizei
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Bei einer in der vergangenen Woche auf einem Friedhof im nordrhein-westfälischen Mechernich gefundenen Leiche handelt es sich offenbar um einen vor fast 50 Jahren gestorbenen Mann. Wie die Polizei des Kreises Euskirchen am Montag mitteilte, wurde im März 1974 ein Mann aus dem Raum Mechernich, der bei einem Verkehrsunfall in Belgien ums Leben gekommen war, an der Fundstelle beerdigt. Zuvor war von einem „frisch ausgehobenen“ Grab die Rede gewesen.

Bei Grabungen entdeckte Fundstücke hätten auf einen Holzsarg mit Zinkeinlage schließen lassen. Diese Feststellung passe zu Ermittlungsergebnissen, wonach der in Belgien gestorbene Mann in einem in einen Holzsarg eingebetteten Zinksarg beerdigt worden sei.

Ein Friedhofsmitarbeiter hatte die Leiche am vergangenen Dienstag bei der Vorbereitung einer muslimischen Bestattung in einer Tiefe von etwa 1,40 Meter auf einem stillgelegten Teil des Friedhofs entdeckt. Die Polizei Euskirchen und die Staatsanwaltschaft Bonn nahmen Ermittlungen auf.

Auf dem betreffenden Friedhofsabschnitt hätten bis in die Mitte der 70er Jahre Erdbestattungen stattgefunden, erklärte das Ordnungsamt nun. Nach Ablauf der 30-jährigen Liegezeit seien die Gräber vor etwa zehn Jahren eingeebnet worden, wobei Fundamente von Gräbern mit einer Tiefe von bis zu 1,20 Meter entfernt worden seien.

Vor zehn Jahren entstand demnach eine „durchgängige Rasenfläche“, die seit 2019 für Beisetzungen nach muslimischem Ritus vorgesehen ist. Die sterblichen Überreste des Manns würden nun wieder beigesetzt.

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