Domscheit-Berg warnt vor Sicherheitslücken beim digitalen EU-Impfnachweis

Anke Domscheit-Berg - Bild: Jesco Denzel
Anke Domscheit-Berg - Bild: Jesco Denzel

Die netzpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Anke Domscheit-Berg, warnt vor Sicherheitslücken im Verschlüsselungssystem des europäischen digitalen Impfnachweises. „Es reicht, wenn ein einziger dieser Schlüssel irgendwo im europäischen Gesamtsystem korrumpiert ist“, sagte die Abgeordnete dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). Möglich seien der Diebstahl oder der Missbrauch der Schlüssel, „um damit beliebig viele gefälschte Zertifikate zu erstellen, für die sich dann sicher auch Vertriebswege finden werden“.

„Es ist eine sehr große organisatorische Herausforderung – weniger eine technische – um ein so großes Gesamtsystem mit so vielen Beteiligten weitgehend sicher zu machen“, sagte Domscheit-Berg den Zeitungen. Sie vermute deshalb, dass die geplante Umsetzung bis Ende Juni gar nicht zu schaffen sei und die Einführung frühestens im Herbst stattfinden könne.

Die Verifikation der im Impfpass gespeicherten Daten soll den Blättern zufolge über Software-Schlüssel geschehen, die im gesamten europäischen System anerkannt werden. Jede Arztpraxis, jedes Impfzentrum und gegebenenfalls auch jede angebundene Apotheke, müsse dafür über einen privaten Schlüssel verfügen.

Anzeige

Anzeige

Über AFP/Redaktion 28235 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Jeder Kommentar ist willkommen. Bitte beachte: Um die missbräuchliche Nutzung der Kommentarfunktion (Hassrede, Hetze, Spam, Links u. Ä.) zu verhindern, musst du deinen Klarnamen (bestehend aus Vor- und Nachname) und deine E-Mail-Adresse (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht) angeben. Sobald dein Kommentar geprüft wurde und dieser nicht gegen die Netiquette verstößt, wird er durch die Redaktion freigeschalten und veröffentlicht.