Lastwagenfahrer in Bayern bemerkt durch Klopfen Flüchtlinge in Auflieger

Symbolbild: Polizei
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Durch Klopfgeräusche ist der Fahrer eines bulgarischen Sattelschleppers in Bayern auf zwei Flüchtlinge aufmerksam geworden, die offenbar mehrere Tage ohne Essen im Auflieger seines Lastwagens eingesperrt waren. Der 50-Jährige bemerkte das Klopfen bei einer Pause an einer Raststätte der Autobahn 8 und wählte den Notruf, wie die Polizei in Rosenheim am Montag mitteilte. Er habe die Ladefläche erst geöffnet, als die Polizei eintraf.

Wie sich herausstellte, waren ein nach eigenen Angaben 16-jähriger Afghane und ein 30-jähriger Pakistaner im Auflieger eingesperrt. Beide seien zunächst in die Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim gebracht und dort versorgt worden.

Die Geflüchteten hätten den Ermittlern geschildert, drei Tage lang ohne Essen und mit lediglich je einer Flasche Wasser eingesperrt gewesen zu sein. Bezahlte Schleuser hätten ihnen in Serbien nachts Zugang zur mit Paletten beladenen Ladefläche verschafft.

Dem Jugendlichen zufolge kostete die Schleusung allein für ihn 9000 Euro. Der 50-Jährige Fahrer des Sattelschleppers erklärte, nichts vom heimlichen Zustieg der beiden Männer mitbekommen zu haben. Der 30-Jährige wurde in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht, der minderjährige Afghane dem Jugendamt übergeben.

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