Innenministerkonferenz besorgt über zunehmende Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen - Bild: Okrasiuk via Twenty20
Gewalt gegen Frauen - Bild: Okrasiuk via Twenty20

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen Gewalt gegen Frauen gezielter bekämpfen. Dazu sollen Straftaten mit spezifisch frauenfeindlicher Motivation genauer in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst werden, wie der baden-württembergische Ressortchef Thomas Strobl (CDU) am Freitag zum Abschluss der Innenministerkonferenz in Rust sagte.

Jede dritte Frau werde im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt. Es gebe „ein großes Dunkelfeld, das wollen wie aufhellen“, sagte Strobl. Es gehe darum, solche Strataten zu enttabuisieren und Mut zu machen, Anzeige zu erstatten. „Scham hilft nur den Tätern, die ungeschoren davonkommen“, sagte Strobl.

Bundesjustiz- und Familienministerin Christine Lambrecht (SPD) begrüßte den Vorstoß der Innenminister. „Wir müssen es ganz klar benennen und verurteilen, wenn Frauen angegriffen werden“, erklärte Lambrecht in Berlin. Auch das Dunkelfeld, gerade bei Gewalt in Paarbeziehungen, müsse deutlich stärker ausgeleuchtet werden. Daran werde in einer gemeinsamen Studie mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundeskriminalamt gearbeitet. Mit genaueren Daten könnten Präventionsstrategien weiterentwickelt und für eine effektive Strafverfolgung gesorgt werden.

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