Anzeichen der Entspannung bei Corona-Lage in Belgien

Brüssel, Belgien
Brüssel, Belgien

Die Corona-Lage in Belgien scheint sich zu entspannen: „Zum ersten Mal seit Wochen, ja seit Monaten, bewegen sich alle Anzeichen in die richtige Richtung“, sagte der nationale Pandemie-Beauftragte Yves Van Laethem am Mittwoch. Nach den Ansteckungszahlen und der Zahl der Krankenhauseinweisungen sei nun erstmals auch die Zahl der Todesfälle wieder gesunken.

Belgien mit seinen 11,5 Millionen Einwohnern hatte zeitweise die höchste Corona-Infektionsrate weltweit. Ende Oktober stieg die Zahl der wöchentlichen Ansteckungen pro 100.000 Einwohnern deutlich über 1000. Vielerorts erreichten Krankenhäuser ihre Belastungsgrenze. Die Behörden stellten wegen Überlastung das systematische Nachverfolgen von Kontaktpersonen ein.

Wegen der dramatischen Lage wurden Ende Oktober die bereits strengen Lockdown-Maßnahmen noch einmal verschärft. Nicht unentbehrliche Geschäfte mussten schließen, die Zahl der zugelassenen engen Kontakte – sogenannte Kuschelkontakte – wurde auf maximal einen Menschen aus einem anderem Haushalt begrenzt. Nachts gilt eine Ausgangssperre.

Die aktuelle Entwicklung lasse es nun zu, asymptomatische Kontaktpersonen und Rückkehrer aus Risikogebieten wieder systematisch zu testen, sagte der Pandemie-Beauftragte Van Laethem. An den Einschränkungen des öffentlichen Lebens wird sich vorerst wohl aber nichts ändern.

In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich nach aktuellen Zahlen weiterhin täglich im Schnitt fast 5000 Menschen mit dem Virus. Die wöchentliche Ansteckungsrate sank auf unter 400 pro 100.000 Einwohner. In Deutschland liegt dieser Wert derzeit bei rund 140. Die Zahl der insgesamt Infizierten liegt bei über 540.000, fast 15.000 Menschen starben an den Folgen ihrer Ansteckung.

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