Prozess gegen 37-Jährigen wegen Schüssen auf Polizisten in Hagen begonnen

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
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Vor dem Landgericht Hagen hat am Mittwoch der Prozess gegen einen 37-Jährigen wegen versuchten Mordes an drei Polizisten in Gevelsberg begonnen. Der Angeklagte Vitalij K. habe angekündigt, sich nicht zu den Tatvorwürfen äußern zu wollen, teilte ein Gerichtssprecher nach der Verhandlung mit. Zum Prozessauftakt sei daher lediglich die Anklage verlesen worden.

K. soll im Mai während einer Verkehrskontrolle und bei seiner späteren Festnahme auf drei Polizisten geschossen haben. Außerdem muss er sich wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, bewaffneten Drogenhandels und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Im Mai geriet der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft in Gevelsberg in eine Verkehrskontrolle. Zunächst habe er sich kooperativ gezeigt – bis die beiden Polizisten festgestellt hätten, dass er per Haftbefehl gesucht wurde.

Daraufhin habe er eine Waffe aus seinem Auto geholt und einem Polizisten, der eine schusssichere Weste trug, in den Bauch geschossen. Dann sei es zum Schusswechsel gekommen. Laut Anklage wollte K. seiner Festnahme entgehen und verhindern, dass rund 51 Gramm Heroin in seinem Auto entdeckt werden.

Nach einer vierstündigen Flucht im Auto und zu Fuß kam demnach es zu einem weiteren Schusswechsel mit SEK-Beamten. Dabei soll K. mindestens dreimal auf einen Polizisten geschossen haben, um „diesen zu töten“, wie es in der Anklage hieß.

Die Schüsse hätten den Polizisten verfehlt. Der Angeklagte wurde schließlich am Oberschenkel angeschossen und überwältigt, weswegen er laut einem Sprecher auch zur Verhandlung auf Krücken erschien.

Im Fall einer Verurteilung wegen versuchten Mordes drohen K. bis zu 15 Jahre Haft. Das Verfahren ist zunächst bis Mitte März angesetzt.

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AFP/Redaktion
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