Prozess gegen in Teheran inhaftierte Deutsch-Iranerin gestartet

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit

In Teheran hat am Mittwoch der Prozess gegen die deutsch-iranische Menschenrechtsaktivistin Nahid Taghavi begonnen. „Heute war die erste Anhörung von #NahidTaghavi. Ein weiterer Prozesstag ist geplant, Datum unbekannt“, schrieb ihre Tochter Mariam Claren im Onlinedienst Twitter. Die 66-Jährige wurde im vergangenen Oktober in ihrer Teheraner Wohnung festgenommen, nachdem sie sich jahrelang für Menschenrechte und besonders Frauenrechte eingesetzt hatte.

„Meine Mutter durfte ihre Brüder sehen. Sie haben sich umarmt. Ihre erste Umarmung nach fast sieben Monaten“, schrieb Claren. Ihrer Mutter werde eine „Gefährdung der staatlichen Sicherheit“ vorgeworfen, sagte Claren der Nachrichtenagentur AFP. Die Details seien unklar, es gehe aber um angebliche „Propaganda gegen den Staat“.

Taghavi werde im berüchtigten Evin-Gefängnis festgehalten und habe die vergangenen vier Wochen in Einzelhaft verbracht. „Meine größte Sorge ist ihre Gesundheit“, sagte Claren. Ihr Anwalt habe bisher nur Zugang zur Anklageschrift, nicht aber zu den Prozessakten bekommen. Die im Iran geborene Architektin Taghavi lebt seit 1983 in Köln und besitzt neben der iranischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit.

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