Britisches Gericht verurteilt Messerstecher von Reading zu lebenslanger Haft

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
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Ein libyscher Asylbewerber, der im vergangenen Jahr im südostenglischen Reading drei Männer erstochen hat, ist zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Khairi Saadallah sei bei dem Angriff in einem Park „schnell, rücksichtslos und brutal“ vorgegangen, urteilte Richter Nigel Sweeney am Montag in London. Das Argument des 26-Jährigen, er habe zum Zeitpunkt des Angriffs unter einer psychischen Krankheit gelitten und keinen Terroranschlag geplant, wies der Richter zurück.

Angesichts der schnellen Vorgehensweise des Täters habe keines der Opfer eine Chance gehabt, sagte Richter Sweeney. Saadallah, der bei seiner Tat „Allahu akhbar“ (Gott ist groß) rief und mit einem 20 Zentimeter langen Messer auf seine Opfer einstach, hatte sich bereits im November schuldig bekannt.

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass Saadallah versucht habe, mit seinem Angriff eine „politische, religiöse oder ideologische Sache voranzutreiben“. Ein Psychiater hatte zuvor festgestellt, dass die Tat „weder mit den Auswirkungen einer psychischen Störung“ noch mit dem Missbrauch von gefährlichen Substanzen in Zusammenhang gestanden habe.

Der Täter hatte am 20. Juni in einem Park in der Stadt Reading westlich von London mit einem Messer auf Passanten eingestochen. Drei Menschen wurden verletzt, drei weitere Menschen starben vor Ort. Bei ihnen handelte es sich um drei Freunde – den 36-jährigen Lehrer James Furlong, den 39-jährigen US-Bürger Joe Ritchie-Bennett und den 49-jährigen Wissenschaftler David Wails. 

Die Polizei hatte die Tat als „terroristisch motiviert“ eingestuft, ging aber von einem Einzeltäter aus.

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