Bundesrat billigt Gesetz zum besseren Schutz für Insekten

Symbolbild: Traktor beim Felder mit Pestiziden gießen
Symbolbild: Traktor beim Felder mit Pestiziden gießen

Mehr geschützte Flächen wie Streuobstwiesen und artenreiche Weiden sowie strengere Vorschriften für den Einsatz von Pestiziden: Der Bundesrat hat am Freitag das am Donnerstagabend vom Bundestag beschlossene Maßnahmenpaket für den besseren Schutz von Insekten beschlossen. Betroffene Landwirtinnen und Landwirte sollen Ausgleichszahlungen erhalten.

Das Bundeskabinett hatte das Gesetzespaket nach langem Tauziehen bereits im Februar verabschiedet. Grundlage dafür ist das bereits im September 2019 von der Regierung beschlossene Aktionsprogramm Insektenschutz. Dazu gehört neben dem Insektenschutzgesetz von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auch eine Änderung der sogenannten Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung in Federführung des Landwirtschaftsministeriums von Julia Klöckner (CDU).

Beim Pflanzenschutz ist nun eine deutliche Verringerung des Pestizid-Einsatzes unter anderem in Schutzgebieten und am Rand von Gewässern sowie der Glyphosat-Ausstieg bis Ende 2023 vorgesehen. Die Lichtverschmutzung soll in Schutzgebieten vermindert und die Verwendung von Insektenfallen eingeschränkt werden. Mit „Natur auf Zeit“ können auch temporäre Insektenlebensräume, wie sie etwa beim Rohstoffabbau entstehen, für 15 Jahre erhalten werden.

Die Gesamtmasse der Insekten und auch die Vielfalt der Arten sind nach Regierungsangaben in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Insekten seien aber sehr wichtig, wie Umweltministerin Schulze hervorhob. Sie seien Bestäuber, eine Art natürliche Müllabfuhr und Gesundheitsdienst, sagte sie im Bundesrat. „Dieses Gesetz ist ein Meilenstein“, zeigte sie sich zufrieden mit der Neuregelung.

Anzeige

Anzeige

Über Redaktion 29644 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt und FLASH

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Jeder Kommentar ist willkommen. Bitte beachte: Um die missbräuchliche Nutzung der Kommentarfunktion (Hassrede, Hetze, Spam, Links u. Ä.) zu verhindern, musst du deinen Klarnamen (bestehend aus Vor- und Nachname) und deine E-Mail-Adresse (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht) angeben. Sobald dein Kommentar geprüft wurde und dieser nicht gegen die Netiquette verstößt, wird er durch die Redaktion freigeschalten und veröffentlicht.